Gute Gartenmöbel kosten Geld, und ob ein Teaktisch fünf oder fünfzehn Jahre hält, entscheidet weniger das Wetter als die Pflege — oder eben die fehlende. Das Tückische daran: Jedes Material will anders behandelt werden, und was dem Holz guttut, ruiniert den Kunststoff. Wer einmal versteht, was Teak, Aluminium und Polyrattan jeweils brauchen, kommt mit erstaunlich wenig Aufwand durch die Saison und stellt im Herbst Möbel ein, die im nächsten Frühjahr wieder einladend aussehen.
Holz: ölen oder bewusst vergrauen lassen
Bei Teak und Akazie haben Sie eine echte Wahl, und beide Wege sind richtig. Lassen Sie das Holz unbehandelt, bildet sich mit der Zeit die typische silbergraue Patina — das ist kein Schaden, sondern eine natürliche Oberfläche, die das Holz darunter nicht schwächt. Wer den warmen, honigfarbenen Originalton erhalten will, ölt ein- bis zweimal pro Saison mit Teak- oder Hartholzöl nach. Entscheiden Sie sich für einen Weg und bleiben Sie dabei: Wer jahrelang ölt und dann aufhört, bekommt ein fleckiges Grau statt einer gleichmäßigen Patina.
Reinigen Sie Holzmöbel vor dem Ölen mit Bürste und mildem Reiniger längs der Maserung und lassen Sie sie gut durchtrocknen. Greifen Sie hier nie zum Hochdruckreiniger, denn der raut die Oberfläche auf und das Holz verwittert danach schneller. Ein Liter Teaköl, etwa von einer Baumarktmarke, kostet zwischen 12,00 und 22,00 EUR und reicht für ein komplettes Sitzset.
Metall: dem Rost zuvorkommen
Aluminiummöbel sind pflegeleicht und rosten nicht, ein feuchtes Tuch und etwas Spülmittel genügen meist. Anders sieht es bei Stahl und Eisen aus, etwa bei klassischen Bistromöbeln: Hier ist Rost die größte Gefahr, und er beginnt fast immer an einer winzigen Stelle, an der die Beschichtung abgeplatzt ist. Kontrollieren Sie die Möbel im Frühjahr auf solche Schadstellen und bessern Sie sie sofort aus, bevor sich der Rost ausbreitet.
Schleifen Sie eine kleine Roststelle leicht an, entfernen Sie den losen Rost und tragen Sie Rostschutzgrundierung und passenden Lack auf — das ist eine Sache von zehn Minuten und rettet das Möbelstück. Stellen Sie Metallmöbel zum Überwintern nie direkt auf nassen Boden, sondern unterlegen Sie die Füße, weil sich gerade dort Feuchtigkeit sammelt und der Rost von unten hochkriecht.
Kunststoff und Polyrattan
Kunststoffmöbel sind die unkompliziertesten im Garten, vertragen aber keine scheuernden Mittel, die feine Kratzer hinterlassen, in denen sich später Schmutz festsetzt. Reinigen Sie sie mit lauwarmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm; vergilbtes Weiß hellt eine milde Reinigungsmilch wieder auf. Polyrattan reagiert empfindlich auf Dauerfrost und wird spröde — lagern Sie es im Winter besser trocken und frostfrei ein, dann hält das Geflecht viele Jahre.
Polster und Abdeckhauben über den Winter
Polster sind der schwächste Punkt fast jeder Gartengarnitur, weil Feuchtigkeit in den Schaumstoff zieht und dort Stockflecken und Schimmel bildet. Lagern Sie Polster grundsätzlich trocken und luftig, nie zusammengepresst im feuchten Keller, und holen Sie sie nach Regen immer herein. Für die Möbel selbst lohnt sich eine atmungsaktive Abdeckhaube, die Regen abhält, aber Restfeuchte entweichen lässt — eine luftdichte Plane dagegen schafft genau das Klima, in dem Holz und Geflecht von innen schimmeln. Wer die Hauben im Herbst auflegt und die Polster ins Trockene bringt, hat im Frühjahr schlicht weniger zu tun.