Der schönste sattgrüne Rasen kann innerhalb einer Hitzewoche zur strohgelben Fläche werden, und meist liegt es nicht am fehlenden Regen, sondern am Mäher. Wer im Hochsommer dieselbe kurze Schnitthöhe fährt wie im milden Mai, beraubt das Gras genau des Schattens, den es jetzt am dringendsten braucht. Die Höhe der Klinge entscheidet über Trockenheitsschäden mehr als die Gießkanne.
Die richtige Schnitthöhe bei Hitze
Stellen Sie den Mäher im Sommer auf 5 bis 7 Zentimeter, deutlich höher als im Frühjahr. Längere Halme beschatten den Boden, halten die Verdunstung in Grenzen und treiben tiefere Wurzeln, die auch in einer trockenen Phase noch an Wasser kommen. Ein zu kurz geschorener Rasen dagegen liegt mit nacktem Boden in der Sonne, trocknet im Tagesverlauf aus und vergilbt, während das Unkraut mit seinen Pfahlwurzeln klaglos weiterwächst.
Verzichten Sie außerdem darauf, mehr als ein Drittel der Halmlänge auf einmal abzuschneiden, denn ein radikaler Rückschnitt stresst die Gräser und öffnet die Narbe für Moos und Unkraut. Wenn der Rasen zwischen zwei Terminen stark gewachsen ist, mähen Sie lieber in zwei Etappen mit ein paar Tagen Abstand.
Scharfe Messer und der richtige Zeitpunkt am Tag
Ein stumpfes Mähmesser schneidet nicht, es reißt und quetscht die Halme, und die ausgefransten Spitzen werden binnen eines Tages bräunlich und bieten Pilzen Eintritt. Lassen Sie das Messer einmal pro Saison schärfen oder schärfen Sie es selbst nach; bei einem klassischen Benzin- oder Akkumäher von Bosch oder einem ähnlichen Gerät merken Sie den Unterschied sofort am sauberen Schnittbild.
Mähen Sie nie in der prallen Mittagssonne. Die frisch geschnittenen Halme verlieren über die offene Schnittfläche viel Wasser, und bei 30 Grad verbrennt die gestresste Fläche regelrecht. Der frühe Abend ist ideal, weil das Gras über Nacht in Ruhe abheilt; der zweitbeste Zeitpunkt ist der Vormittag, sobald der Tau weg ist. Nasses Gras lassen Sie ohnehin stehen, weil es verklebt und unsauber geschnitten wird.
Mulchmähen und ein Tier, das niemand verletzen will
Das Mulchmähen, bei dem der feine Schnitt liegen bleibt und nicht aufgefangen wird, ist im Sommer die bessere Wahl. Der zerkleinerte Schnitt schützt den Boden vor Austrocknung und gibt beim Verrotten Nährstoffe zurück, sodass Sie weniger düngen müssen. Voraussetzung ist regelmäßiges Mähen, damit keine dicken Klumpen liegen bleiben, die die Narbe ersticken.
Ein Wort zum Mähroboter, der heute über unzählige Gärten surrt. So bequem das Gerät ist, in der Dämmerung und nachts wird es zur tödlichen Gefahr für Igel, die sich bei Bedrohung zusammenrollen statt zu fliehen und dabei von den Klingen schwer verletzt werden. Lassen Sie den Roboter ausschließlich tagsüber laufen und schalten Sie ihn ab Einbruch der Dämmerung aus, denn genau dann gehen die Igel auf Futtersuche. Diese eine Einstellung kostet Sie nichts und rettet Leben.