Tomaten

Tomaten auspflanzen und stützen: Eisheilige abwarten, tief setzen, trocken halten

Tomaten auspflanzen und stützen: Eisheilige abwarten, tief setzen, trocken halten

Tomaten sind die Lieblinge im Gemüsebeet, und genau deshalb wollen viele sie zu früh nach draußen bringen — kaum scheint im April ein paar Tage die Sonne, stehen die ersten Pflanzen schon im Freien. Das geht selten gut. Tomaten sind wärmebedürftig und reagieren empfindlich auf kalte Nächte, und eine einzige Frostnacht im Mai kann die mühsam vorgezogenen Pflanzen in einer Nacht ruinieren. Mit dem richtigen Zeitpunkt, der richtigen Pflanztiefe und einem Dach über dem Kopf legen Sie dagegen den Grundstein für eine Ernte bis weit in den September.

Erst nach den Eisheiligen ins Freie

Halten Sie sich an die alte Gärtnerregel und pflanzen Sie Tomaten erst nach den Eisheiligen aus, also nach dem 15. Mai. Bis dahin droht in vielen Regionen nachts noch Bodenfrost, und Tomaten verzeihen das nicht — sie brauchen verlässlich Temperaturen über zehn Grad, um anzuwachsen. Gewöhnen Sie die Pflanzen in der Woche davor schrittweise an die Außenbedingungen, indem Sie sie tagsüber ins Freie stellen und nachts wieder hereinholen. Dieses Abhärten verhindert, dass die zarten Blätter im ersten Sonnenlicht verbrennen.

Tief pflanzen — Tomaten dürfen das

Anders als die meisten Gemüsepflanzen setzen Sie Tomaten bewusst tiefer, als sie im Topf standen. Am Stängel bilden sich nämlich zusätzliche Wurzeln, sobald er von Erde bedeckt ist, und je mehr Wurzeln, desto stabiler steht die Pflanze und desto besser versorgt sie sich mit Wasser und Nährstoffen. Setzen Sie die Pflanze also bis kurz unter die untersten Blätter in die Erde und gießen Sie sie kräftig an, damit der Wurzelballen sofort Bodenkontakt bekommt. Halten Sie etwa 60 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen, denn Tomaten brauchen Luft um sich herum, sonst trocknet das Laub nach Regen nicht ab.

Ein Dach gegen die Braunfäule

Die Kraut- und Braunfäule ist der größte Feind der Freilandtomate, und sie kommt fast immer mit dem Regen — die Pilzsporen brauchen Nässe auf dem Blatt, um die Pflanze zu befallen. Die wirksamste Vorbeugung ist deshalb ein einfaches Regendach oder ein überdachter Platz an der Hauswand, der das Laub trocken hält. Gießen Sie immer direkt an die Wurzel und niemals über die Blätter, am besten morgens, damit Restfeuchte über den Tag abtrocknet. Ein günstiges Tomatenhaus aus Folie kostet im Handel ab etwa 20,00 EUR — und spart Ihnen die Enttäuschung, im August schwarze Stängel und faulende Früchte vorzufinden.

Stab oder Schnur — Hauptsache Halt

Stabtomaten werden über einen Meter hoch und brechen unter dem Gewicht der Früchte, wenn sie keinen Halt bekommen. Sie haben zwei bewährte Möglichkeiten:

  • Ein stabiler Tomatenstab aus Metall oder Holz neben jeder Pflanze, an den Sie den Trieb locker anbinden, sobald er höher wächst.
  • Eine senkrecht gespannte Schnur, die unten am Stängel befestigt und um die wachsende Pflanze gewickelt wird — die übliche Methode im Gewächshaus.

Binden Sie nie zu fest, sonst schnürt die Schnur den dicker werdenden Stängel ein. Brechen Sie zudem regelmäßig die Geiztriebe in den Blattachseln aus, damit die Kraft in die Früchte geht statt in immer neue Triebe — bei einer Buschtomate dürfen Sie sich diese Arbeit allerdings sparen, die kommt ohne Ausgeizen aus.