Zucchini

Zucchini und Kürbis anbauen: zwei Vielfraße mit großem Ertrag

Zucchini und Kürbis anbauen: zwei Vielfraße mit großem Ertrag

Wenige Gemüse belohnen so wenig Mühe mit so viel Ernte wie Zucchini und Kürbis. Eine einzige gesunde Zucchinipflanze liefert über den Sommer regelmäßig Früchte, ein Hokkaido kann das Beet im September mit mehreren Kilo Kürbissen schmücken. Der Haken steckt im Platz: Beide gehören zu den raumgreifenden Kürbisgewächsen, und wer sie zu eng setzt, erntet kümmernde Pflanzen statt einer Schwemme.

Platz und Boden

Rechnen Sie für eine Zucchini gut einen Quadratmeter, für rankende Kürbisse sogar zwei bis drei, denn die Triebe legen über die Saison mehrere Meter zurück. Beide sind Starkzehrer, die einen nährstoffreichen, humosen Boden lieben. Der klassische und beste Standort ist der Rand des Komposthaufens, wo die Pflanzen direkt aus dem reifenden Material schöpfen; alternativ heben Sie ein großzügiges Pflanzloch aus und füllen es mit reifem Kompost und etwas reifem Mist.

Setzen Sie die vorgezogenen Jungpflanzen erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie, weil schon eine kühle Nacht unter 10 Grad den Wuchs für Wochen lähmt. Wer keine eigenen Pflanzen zieht, bekommt kräftige Setzlinge ab Mitte Mai bei Dehner oder im Gartencenter für 2 bis 4 EUR das Stück.

Gießen, ernten, gesund halten

Diese Pflanzen verdunsten über ihre großen Blätter enorme Mengen Wasser. Gießen Sie an heißen Tagen durchdringend an die Wurzel, niemals von oben über das Laub, denn nasses Laub am Abend ist die offene Einladung für den Echten Mehltau, jenen weißen, mehligen Belag, der ab August fast jede Pflanze irgendwann befällt. Eine Mulchschicht aus Stroh hält den Boden gleichmäßig feucht und spart Ihnen die halbe Gießarbeit.

Beim Ernten gilt für Zucchini eine eiserne Regel: Schneiden Sie früh und oft. Eine Frucht von 15 bis 20 Zentimetern Länge schmeckt zart und nussig, während die übersehenen Riesen unter den Blättern holzig werden und der Pflanze obendrein signalisieren, dass ihre Arbeit getan ist, woraufhin sie die Bildung neuer Früchte einstellt. Wir empfehlen, alle zwei bis drei Tage durch das Beet zu gehen und konsequent zu schneiden. Kürbisse dagegen bleiben hängen, bis die Schale hart ist und der Stiel verkorkt, in der Regel ab Ende September.

Wenn keine Früchte ansetzen

Manchmal blüht die Pflanze üppig, doch die jungen Früchtchen werden gelb und fallen ab. Dahinter steckt meist eine fehlende Bestäubung, denn Kürbisgewächse tragen getrennte männliche und weibliche Blüten, und ohne Insekten findet der Pollen nicht ans Ziel. In einem regnerischen, bienenarmen Frühsommer können Sie nachhelfen, indem Sie morgens eine frisch geöffnete männliche Blüte abzupfen, die Blütenblätter entfernen und den Pollen direkt in die weiblichen Blüten tupfen, die Sie am kleinen Fruchtansatz hinter der Blüte erkennen. Klingt nach Bastelei, rettet aber so manche Ernte.