Blumenzwiebeln

Blumenzwiebeln im Herbst setzen: Die Grundlage für ein buntes Frühjahr

Blumenzwiebeln im Herbst setzen: Die Grundlage für ein buntes Frühjahr

Jede Tulpe, jede Narzisse und jeder Krokus, der Sie im April erfreut, wird jetzt im Herbst in den Boden gebracht, lange bevor irgendjemand an Frühling denkt. Die Zwiebeln brauchen die kalten Wintermonate zwingend als Kältereiz, damit sie überhaupt austreiben, und genau deshalb ist das Pflanzfenster von September bis in den späten November so entscheidend. Wer es verpasst, schaut im Frühjahr in leere Beete, während die Nachbarn schon blühen. Die gute Nachricht: Der Aufwand ist gering, und ein Netz mit 50 Krokuszwiebeln kostet bei Dehner kaum mehr als 5,00 EUR.

Tulpen, Narzissen und Krokus richtig setzen

Die Faustregel für die Pflanztiefe ist denkbar einfach und entscheidet trotzdem über Erfolg oder Misserfolg. Setzen Sie jede Zwiebel etwa doppelt so tief, wie sie selbst hoch ist, also eine fünf Zentimeter hohe Tulpenzwiebel rund zehn Zentimeter tief und einen kleinen Krokus entsprechend flacher. Zu flach gesetzte Zwiebeln frieren im Winter leichter und werden vom Wind oder von Vögeln freigelegt, während zu tiefe sich im schweren Boden mühsam nach oben kämpfen müssen. Die Spitze zeigt dabei immer nach oben, und in nassen Lehmböden hilft eine Handvoll Sand unter jeder Zwiebel gegen Fäulnis. Narzissen sind übrigens die geduldigsten Kandidaten und verzeihen kleine Pflanzfehler am ehesten.

Schutz vor Wühlmäusen

Es gibt kaum etwas Frustrierenderes, als im Frühjahr festzustellen, dass die Wühlmäuse die teuren Tulpenzwiebeln über den Winter weggefuttert haben. Tulpen und Krokusse stehen bei den Nagern ganz oben auf der Speisekarte, während Narzissen und Zierlauch wegen ihrer giftigen Inhaltsstoffe verschmäht werden — diesen Trick können Sie nutzen, indem Sie gefährdete Sorten mit Narzissen umpflanzen. Den sichersten Schutz bietet allerdings ein Pflanzkorb aus engmaschigem Draht, in den Sie die Zwiebeln setzen, bevor Sie das Loch wieder schließen. Das ist etwas Mehraufwand, aber er rechnet sich beim ersten geretteten Beet.

Tuffs statt Reihen und Verwilderung im Rasen

Pflanzen Sie Zwiebeln niemals in schnurgeraden Reihen wie Soldaten, denn das wirkt steif und unnatürlich. Werfen Sie stattdessen eine Handvoll Zwiebeln locker übers Beet und setzen Sie sie genau dort ein, wo sie liegen bleiben — so entstehen die lockeren Gruppen, die Gärtner Tuffs nennen und die wie zufällig gewachsen aussehen.

Besonders schön wird es, wenn Sie Krokusse, Wildtulpen oder kleine Narzissen direkt in den Rasen setzen und dort verwildern lassen, sodass sie sich über die Jahre von selbst vermehren. Wichtig ist dann nur, dass Sie nach der Blüte mit dem ersten Rasenschnitt warten, bis das Laub der Zwiebeln vergilbt ist, weil die Pflanze über die welkenden Blätter ihre Kraft für das nächste Jahr einlagert. Mähen Sie zu früh, wird die Blüte von Jahr zu Jahr schwächer.