Weihnachtsbaum

Echter Weihnachtsbaum: auswählen, frisch halten und nachhaltig entsorgen

Echter Weihnachtsbaum: auswählen, frisch halten und nachhaltig entsorgen

Ein echter Weihnachtsbaum ist eine Entscheidung für ein paar Wochen Duft und Nadelgeknister – oder für tägliches Aufkehren rieselnder Nadeln. Welcher der beiden Fälle eintritt, entscheidet sich beim Kauf und in den ersten Stunden danach. Wer weiß, worauf zu achten ist, kauft einen Baum, der bis nach Neujahr grün und standfest bleibt, ohne dass die Wohnung in der Nadelflut versinkt.

Die wichtigsten Sorten

Die Nordmanntanne ist nicht ohne Grund der meistverkaufte Baum in Deutschland: Sie nadelt kaum, hat weiche, dunkelgrüne Nadeln und einen gleichmäßigen Wuchs, an dem auch schwererer Schmuck sicher hängt. Für einen schönen Baum von rund zwei Metern zahlen Sie je nach Region und Qualität zwischen 30,00 und 60,00 EUR. Wer den klassischen, intensiven Tannenduft sucht, greift dagegen zur Blaufichte, muss aber mit deutlich pikseligeren Nadeln und stärkerem Nadeln leben.

Eine schöne Alternative für kleinere Räume ist die Nobilistanne mit ihren bläulichen, kräftigen Zweigen, die viel Schmuck tragen. Wir empfehlen für die meisten Haushalte die Nordmanntanne, weil sie den besten Kompromiss aus Haltbarkeit, Aussehen und Sauberkeit bietet. Achten Sie unabhängig von der Sorte auf einen geraden Stamm und einen gleichmäßig dichten Wuchs bis nach unten.

Der Frischetest vor dem Kauf

Ein frischer Baum erkennt man weniger am Aussehen als am Verhalten der Nadeln. Streichen Sie einmal kräftig über einen inneren Zweig: Bleiben die Nadeln fest sitzen, ist der Baum frisch; rieseln schon jetzt mehrere herunter, lassen Sie ihn stehen. Biegen Sie zusätzlich eine Nadel – bei einer frischen Nordmanntanne federt sie zurück und bricht nicht.

Die Schnittfläche am Stamm sollte hell und harzig sein, nicht grau und ausgetrocknet. Fragen Sie ruhig, wann der Baum geschlagen wurde, denn frisch geschlagene Bäume direkt vom regionalen Hof halten fast immer länger als die, die schon Wochen unter Netz im Baumarkt standen. Ein Baum, dessen Nadeln sich beim Anheben schon biegen und fallen, wird zu Hause nicht besser.

Frisch halten und sicher aufstellen

Sägen Sie zu Hause noch ein bis zwei Zentimeter frisch vom Stammende ab, denn die alte Schnittfläche ist meist verharzt und kann kein Wasser mehr aufnehmen. Stellen Sie den Baum erst ein, zwei Tage kühl in den Hausflur oder die Garage, damit er sich langsam akklimatisiert und nicht direkt aus der Kälte in die warme Stube kommt. Ein Christbaumständer mit Wasserreservoir ist Pflicht: Ein frischer Baum trinkt in den ersten Tagen erstaunlich viel, an manchen Tagen über einen Liter.

Prüfen Sie das Wasser täglich und füllen Sie nach, bevor der Ständer leer läuft. Stellen Sie den Baum weit weg von Heizkörper, Kamin und Kerzen, denn trockene Wärme von der Seite lässt ihn schnell nadeln. Echte Wachskerzen am Baum gehören in standfeste Halter und unter ständige Aufsicht – ein Eimer Wasser in Reichweite ist keine Übervorsicht.

Nachhaltige Entsorgung

Nach den Feiertagen muss der Baum nicht im Restmüll landen. In den meisten Städten holt die Stadtreinigung ausgediente Weihnachtsbäume Anfang Januar kostenlos ab, oft an festen Sammelterminen – die genauen Tage stehen auf der Seite Ihrer Kommune. Restlos von Lametta und Haken befreit, wird der Baum dann zu Häckselgut oder kompostiert. Manche Tierparks und Schäfereien nehmen unbehandelte Bäume auch als Futter, ein Anruf vorher lohnt sich.