Der Frühjahrsputz hat einen schlechten Ruf, weil ihn die meisten als ein einziges erschöpfendes Großprojekt angehen und nach dem ersten Zimmer entnervt aufgeben. Dabei wird die Sache überraschend leicht, sobald Sie eine klare Reihenfolge haben und nicht versuchen, die ganze Wohnung an einem Samstag zu schaffen. Wer Raum für Raum arbeitet und von oben nach unten putzt, kommt am Ende mit weniger Aufwand zu einem sichtbar besseren Ergebnis.
Erst ausmisten, dann putzen
Bevor Sie auch nur einen Lappen anfassen, gehen Sie durch jeden Raum und sortieren konsequent aus, denn nichts ist sinnloser, als Gegenstände blitzblank zu wischen, die Sie ohnehin nicht mehr brauchen. Nehmen Sie drei Behälter zur Hand: einen für Müll, einen zum Verschenken oder Verkaufen und einen für Dinge, die nur an einen anderen Platz gehören. Eine ehrliche Frage hilft dabei mehr als jede Regel: Haben Sie diesen Gegenstand im letzten Jahr tatsächlich benutzt? Erst der leere, aufgeräumte Raum lässt sich wirklich gründlich reinigen, und das Putzen geht danach erstaunlich schnell von der Hand.
Von oben nach unten, Raum für Raum
Beginnen Sie immer oben und arbeiten Sie sich nach unten vor, sonst landet der Staub vom Schrank auf dem gerade gewischten Boden. Das bedeutet konkret: zuerst Lampen, Regaloberkanten und Schrankoberseiten, dann Möbelflächen, Fensterbänke und Heizkörper, zum Schluss der Boden. Halten Sie sich an eine einfache Reihenfolge der Räume, etwa Schlafzimmer, Wohnzimmer, Küche, Bad, und nehmen Sie sich pro Tag nur einen oder zwei Räume vor. Eine kurze Checkliste an der Kühlschranktür sorgt dafür, dass nichts untergeht und Sie nach Feierabend genau wissen, wo Sie weitermachen.
Die oft vergessenen Stellen
Genau die Ecken, an die niemand denkt, machen am Ende den Unterschied zwischen aufgeräumt und richtig sauber. Wischen Sie die Lampenschirme und die staubigen Glühbirnen ab, denn verstaubte Leuchten kosten spürbar Helligkeit. Saugen Sie zwischen den Heizkörperlamellen, reinigen Sie die Fensterrahmen samt Gummidichtungen und denken Sie an Türklinken, Lichtschalter und Fernbedienungen, die täglich angefasst werden. Auch hinter und unter großen Möbeln sammelt sich über den Winter erstaunlich viel an.
Hausmittel, die wirklich funktionieren
Für die meisten Aufgaben brauchen Sie keinen Schrank voller Spezialreiniger. Essigreiniger löst Kalk an Armaturen und in der Dusche zuverlässig, eine Paste aus Natron und etwas Wasser holt Eingebranntes aus dem Backofen, und ein Schuss Spülmittel im warmen Wasser reicht für streifenfreie Fenster, wenn Sie mit einem Abzieher arbeiten. Verzichten Sie darauf, Essig auf Naturstein oder empfindlichen Oberflächen einzusetzen, denn die Säure greift Marmor und Kalkstein an. Bei den klassischen Wänden, Böden und Bädern aber sparen Sie sich mit Hausmitteln nicht nur Geld, sondern auch eine Menge Verpackungsmüll.