Gartengeräte

Gartengeräte über den Winter: Pflegen, schärfen und einlagern

Gartengeräte über den Winter: Pflegen, schärfen und einlagern

Im November landen Spaten, Schere und Mäher oft achtlos in der Ecke des Schuppens, und im Frühjahr wundert man sich dann über Rost, stumpfe Klingen und einen Akku, der keinen Strom mehr hält. Dabei entscheidet eine Stunde Pflege jetzt darüber, ob Ihre Geräte zehn Jahre halten oder schon nach drei den Geist aufgeben. Gut gepflegtes Werkzeug arbeitet außerdem leichter und sauberer, was gerade beim Schnitt von Rosen und Obstgehölzen die Pflanzen schont. Wir empfehlen, sich diese Stunde an einem trüben Novembertag bewusst zu nehmen.

Reinigen, schärfen, ölen

Erde und Pflanzensaft greifen den Stahl an, deshalb beginnt jede Wintereinlagerung mit dem gründlichen Reinigen. Bürsten Sie Spaten, Hacke und Grabegabel von anhaftender Erde frei, entfernen Sie bei Scheren und Sägen die klebrigen Pflanzenrückstände mit etwas Spiritus, und trocknen Sie alles sorgfältig ab. Stumpfe Schneidwerkzeuge quetschen die Triebe, statt sie sauber zu durchtrennen, und genau diese gequetschten Schnittstellen sind das Einfallstor für Pilze und Krankheiten. Schärfen Sie die Klingen Ihrer Gartenscheren und Spaten daher mit einem Schleifstein oder einer Feile nach, immer in einem flachen Winkel und nur auf der angeschliffenen Seite. Zum Abschluss reiben Sie alle Metallteile dünn mit Öl ein:

  • Auf blanke Klingen und Gelenke kommt ein Tropfen Maschinen- oder Nähmaschinenöl, das auch im Winter nicht verharzt.
  • Spaten- und Hackenblätter schützen Sie mit einem ölgetränkten Lappen vor Flugrost.
  • Holzstiele freuen sich über eine Schicht Leinöl, die das Holz geschmeidig hält und Risse verhindert.

Eine Gartenschere von Gardena, die jeden Herbst so behandelt wird, übersteht problemlos ein Jahrzehnt.

Akkus richtig lagern

Lithium-Akkus von Akku-Geräten, etwa von Bosch oder Kärcher, mögen weder volle Entladung noch eisige Kälte, und genau beides passiert im unbeheizten Schuppen über den Winter. Lagern Sie die Akkus deshalb nicht im Gerät und nicht draußen, sondern getrennt an einem trockenen, frostfreien Ort im Haus bei etwa 10 bis 15 Grad. Ideal ist ein Ladestand von rund 50 bis 70 Prozent, denn ein vollständig leerer Akku kann über Monate tiefentladen und damit unbrauchbar werden. Prüfen Sie im Januar einmal kurz den Ladestand und laden Sie bei Bedarf etwas nach.

Schläuche entleeren und alles trocken aufbewahren

Vergessenes Wasser im Gartenschlauch oder in der Regentonne ist im Winter ein teurer Fehler, denn gefrierendes Wasser dehnt sich aus und sprengt Schlauch, Anschluss oder Tonne von innen. Drehen Sie das Wasser an der Außenarmatur ab, lassen Sie den Schlauch vollständig leerlaufen, indem Sie ihn von einem Ende zum anderen anheben, und rollen Sie ihn frostfrei auf. Auch die Außenwasserhähne selbst sollten Sie entleeren oder absperren.

Den Rest erledigt ein trockener Lagerplatz. Hängen Sie Werkzeug an die Wand statt es auf den feuchten Boden zu stellen, denn aufsteigende Bodenfeuchte ist der häufigste Grund für Rost an Geräten, die eigentlich gepflegt waren.