Hochbeet

Hochbeet im Herbst vorbereiten: Neu befüllen für eine starke Ernte

Hochbeet im Herbst vorbereiten: Neu befüllen für eine starke Ernte

Ein Hochbeet, das schon einige Jahre auf dem Buckel hat, sackt mit der Zeit immer weiter zusammen, weil sich das organische Füllmaterial zersetzt und an Volumen verliert. Der Herbst ist der ideale Zeitpunkt, diesen Schwund auszugleichen oder ein neues Beet von Grund auf zu befüllen, denn über den Winter haben die unteren Schichten genug Ruhe, um sich zu setzen und zu verrotten. Wer jetzt richtig schichtet, startet im Frühjahr mit einem warmen, nährstoffreichen Beet, das den Pflanzen einen Vorsprung von Wochen verschafft. Die bessere Wahl ist immer das herbstliche Befüllen, nicht das hektische im Frühjahr.

Der richtige Schichtaufbau

Das Prinzip eines gut befüllten Hochbeets ist eine Art Kompostierung im Zeitraffer, bei der grobes Material unten liegt und nach oben hin immer feiner wird. Diese Schichtung sorgt für Belüftung, langsame Nährstofffreisetzung und sogar etwas Wärme durch die Verrottung. Von unten nach oben gehen Sie so vor:

  • Ganz unten kommt eine grobe Lage aus Ästen, Zweigen und Strauchschnitt, die für Drainage und Luft sorgt.
  • Darüber folgt eine Schicht aus Herbstlaub, Rasenschnitt und feinem Grüngut.
  • Dann kommt grober, halbreifer Kompost oder gut verrotteter Mist als nährstoffreiche Mittelschicht.
  • Den Abschluss bildet eine etwa 20 bis 30 Zentimeter dicke Lage aus reifer Pflanzerde, etwa von Floragard, in die Sie später säen und pflanzen.

Ein Drahtgitter ganz am Boden hält Wühlmäuse fern, die sonst von unten in die Erde vordringen.

Sackung ausgleichen

Bei einem bestehenden Beet müssen Sie nicht alles ausräumen, sondern nur den Schwund von oben auffüllen. Tragen Sie die abgesackte Erde leicht ab, geben Sie eine Schicht halbreifen Kompost oder gehäckseltes Laub als neuen Nährstoffvorrat ein und decken Sie alles wieder mit reifer Erde ab. (Bei uns sackt das Beet jeden Herbst um gut eine Handbreit, das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge.) Drücken Sie die Schichten nicht zu fest an, denn die lockere, großzügige Struktur ist gerade das, was die Wurzeln im Hochbeet so schätzen.

Gründüngung oder Abdecken über Winter

Ein offenes, nacktes Hochbeet ist über den Winter Wind und Regen schutzlos ausgeliefert, und mit jedem Niederschlag werden Nährstoffe aus der oberen Schicht gewaschen. Dagegen helfen zwei bewährte Wege. Säen Sie im September noch eine Gründüngung wie Phacelia, Winterroggen oder Feldsalat aus, die mit ihren Wurzeln den Boden durchlüftet und im Frühjahr als Mulch untergearbeitet wird. Ist es dafür schon zu spät, decken Sie das Beet einfach mit einer dicken Schicht Laub, Stroh oder einem Vlies ab. So oder so bleibt die Bodenstruktur über den Winter geschützt — was Sie im April beim ersten Spatenstich sofort merken.