Kübelpflanzen

Kübelpflanzen überwintern: Oleander, Zitrus und Co. sicher durch den Winter bringen

Kübelpflanzen überwintern: Oleander, Zitrus und Co. sicher durch den Winter bringen

Mediterrane Kübelpflanzen verschönern den Sommer auf Terrasse und Balkon, doch sobald die Nächte unter fünf Grad sinken, beginnt für sie die kritische Zeit. Die meisten von ihnen sind nicht winterhart und müssen rechtzeitig ins Quartier, bevor der erste Frost die Triebe schwarz färbt. Wann genau und wohin, hängt ganz von der Art ab, und genau hier machen viele den Fehler, alles über einen Kamm zu scheren. Wir empfehlen, jede Pflanze nach ihrem Lichtbedarf einzuordnen, denn das entscheidet über den richtigen Platz.

Die richtigen Quartiere für jede Art

Grob lassen sich Kübelpflanzen in zwei Gruppen einteilen, und diese Einteilung nimmt Ihnen die meisten Entscheidungen ab. Immergrüne Arten, die ihre Blätter behalten, brauchen unbedingt Licht und gehören in ein helles, kühles Quartier mit etwa fünf bis zehn Grad, etwa ein Treppenhaus, einen unbeheizten Wintergarten oder einen kühlen Hausflur. Pflanzen, die im Winter ohnehin ihre Blätter abwerfen oder eine Ruhepause einlegen, kommen dagegen mit einem dunklen, frostfreien Raum zurecht. So sortieren sich die Klassiker:

  • Zitruspflanzen und Olive brauchen es hell und kühl, sonst werfen sie ihre Blätter ab.
  • Oleander verträgt ebenfalls einen hellen, frostfreien Stand und kann kurze leichte Minusgrade aushalten.
  • Geranien, korrekt Pelargonien, dürfen sogar dunkel und kühl im Keller bei rund acht Grad überwintern, sofern Sie sie vorher kräftig zurückschneiden.

Eine beheizte Wohnstube ist für fast alle der schlechteste Ort, weil die warme, trockene Luft die Pflanzen zu vorzeitigem, schwachem Austrieb verleitet.

Gießen reduzieren, aber nicht vergessen

Im kühlen Winterquartier ruht der Stoffwechsel der Pflanzen weitgehend, und entsprechend wenig Wasser brauchen sie. Gießen Sie nur noch so viel, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet, was bei vielen Arten alle zwei bis drei Wochen ein kleiner Schluck ist. Der häufigste Grund, warum Kübelpflanzen den Winter nicht überstehen, ist nicht Kälte, sondern Staunässe durch zu gut gemeintes Gießen — die Wurzeln faulen im kalten, nassen Substrat. Prüfen Sie im Zweifel mit dem Finger, ob die Erde unter der Oberfläche noch feucht ist, und schütten Sie niemals Wasser nach, das im Untersetzer stehen bleibt.

Schädlinge im Auge behalten

Das ist der Punkt, an dem die meisten Überwinterungen kippen. In der warmen, trockenen Luft eines Innenraums vermehren sich Schildläuse, Spinnmilben und Woll­läuse rasant, und oft bemerkt man den Befall erst, wenn die Pflanze schon klebrige Blätter oder feine Gespinste zeigt. Kontrollieren Sie daher alle ein bis zwei Wochen die Blattunterseiten und Triebachseln, gerade bei Zitrus und Oleander.

Bei einem leichten Befall genügt es oft, die Pflanze abzuduschen und betroffene Blätter abzusammeln. Greift es weiter um sich, helfen Niem-Präparate oder Nützlinge, doch das funktioniert nur in einem hellen, nicht zu warmen Quartier zuverlässig — im dunklen Keller bleibt Ihnen bei starkem Befall oft nur der beherzte Rückschnitt.