Rasenpflege

Rasen winterfest machen: Die letzten Handgriffe vor dem Frost

Rasen winterfest machen: Die letzten Handgriffe vor dem Frost

Ein Rasen, der gepflegt in den Winter geht, kommt im Frühjahr dicht und sattgrün zurück, während eine vernachlässigte Fläche oft mit kahlen Stellen, Moos und Pilzbefall aufwartet. Die entscheidende Arbeit fällt im Oktober und November an, also genau dann, wenn die meisten den Mäher schon weggeräumt haben. Mit drei, vier gezielten Handgriffen schützen Sie das Gras über die kalte Jahreszeit, und keiner davon kostet mehr als eine Stunde Ihrer Zeit. Verzichten Sie nur nicht auf den letzten Schnitt — er ist der wichtigste des ganzen Jahres.

Der letzte Schnitt

Mähen Sie den Rasen ein letztes Mal, solange das Gras noch wächst, und stellen Sie das Mähwerk dabei auf etwa fünf Zentimeter ein. Diese Höhe ist ein bewusster Kompromiss: Zu kurz geschnittenes Gras hat im Frühjahr zu wenig Blattmasse für die Fotosynthese, während zu lange Halme sich unter der Schneelast flach legen, verkleben und dem gefürchteten Schneeschimmel einen idealen Nährboden bieten. Wählen Sie für diesen letzten Termin einen trockenen Tag im späten Oktober, denn nasses Gras lässt sich nicht sauber schneiden und reißt eher ab, als dass es geschnitten wird. Danach ruht der Mäher bis zum Frühjahr.

Laub abräumen und richtig düngen

Liegen bleibendes Laub ist der größte Feind eines gesunden Wintergrüns, weil es dem Gras Licht und Luft nimmt und darunter binnen weniger Wochen gelbe, faulige Stellen entstehen. Harken Sie die Fläche also regelmäßig ab, solange noch Blätter fallen.

Beim Dünger machen viele Hobbygärtner im Herbst denselben Fehler und greifen zum normalen Rasendünger, der viel Stickstoff enthält und damit genau das Falsche bewirkt. Stickstoff treibt weiches, frostempfindliches Wachstum an, das der erste harte Frost sofort schädigt. Die bessere Wahl ist ein spezieller Herbstdünger, etwa von Compo oder Substral, der vor allem auf Kalium setzt — dieser Nährstoff lagert sich in den Zellen ein, senkt den Gefrierpunkt im Pflanzensaft und macht die Halme widerstandsfähiger gegen Kälte. Bringen Sie ihn am besten im Oktober aus, damit das Gras ihn vor dem Winter noch aufnehmen kann.

Im Winter den Rasen in Ruhe lassen

Sobald der Boden gefroren ist oder Raureif auf den Halmen liegt, gilt eine einfache Regel: nicht betreten. Die gefrorenen Grashalme sind dann so spröde, dass sie unter jedem Fußabdruck brechen, und die Zellwände platzen auf, ohne sich wieder zu schließen. Im Frühjahr zeichnet sich dann jeder Weg, den Sie über den gefrorenen Rasen genommen haben, als braune Spur ab, die wochenlang sichtbar bleibt.