Vorratskammer

Vorratskammer ausmisten und ordnen: der perfekte Termin zwischen den Jahren

Vorratskammer ausmisten und ordnen: der perfekte Termin zwischen den Jahren

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind wie geschaffen für eine Arbeit, die man sonst ewig vor sich herschiebt: die Vorratskammer einmal komplett leer räumen und neu sortieren. Es regnet, die Hektik der Feiertage ist vorbei, und der Vorratsschrank ist nach dem Festtagseinkauf ohnehin im Chaos. Wer jetzt eine Stunde investiert, findet das ganze nächste Jahr alles auf Anhieb wieder und wirft am Ende weniger weg.

Erst alles raus, dann sortieren

Der Schlüssel ist, wirklich alles herauszunehmen und auf den Küchentisch zu stellen. Erst wenn die Regale leer sind, sehen Sie, was sich über Monate in den hinteren Ecken angesammelt hat – die dritte angebrochene Packung Backpulver, das Glas Kapern, an das sich niemand erinnert. Wischen Sie die leeren Bretter feucht aus, bevor irgendetwas zurückkehrt.

Beim Sortieren bilden Sie auf dem Tisch drei Stapel: behalten, sofort verbrauchen und entsorgen. Seien Sie beim mittleren Stapel ehrlich – die Linsen vom vorletzten Winter sind nicht schlecht, aber wenn Sie sie nicht in den nächsten Wochen kochen, stehen sie nächstes Jahr wieder genauso da. Dieser Moment der ehrlichen Bestandsaufnahme ist unbequem und genau deshalb so wertvoll.

Mindesthaltbarkeit richtig lesen

Prüfen Sie bei jedem Produkt das Mindesthaltbarkeitsdatum, aber werfen Sie nicht blind weg, was darüber liegt. Das MHD ist eine Garantie des Herstellers, kein Verfallsdatum – Nudeln, Reis, Zucker, Honig oder Konserven sind oft noch viele Monate über dem aufgedruckten Datum einwandfrei, solange die Verpackung dicht und der Inhalt geruchlos ist. Vertrauen Sie hier ruhig Ihren Sinnen.

Anders sieht es bei geöffneten Packungen aus, in denen sich Feuchtigkeit gesammelt hat, sowie bei allem, was aufgebläht, ranzig oder verfärbt riecht. Das funktioniert als Faustregel gut – außer bei vakuumierten und konservierten Lebensmitteln, wo eine aufgewölbte Dose ein klares Warnsignal ist und ungeöffnet sofort in den Müll gehört.

Zonen, Gläser und das FIFO-Prinzip

Räumen Sie nicht einfach zurück, sondern bilden Sie feste Zonen: Backzutaten zusammen, Frühstück zusammen, Pasta und Reis zusammen, Konserven zusammen. So suchen Sie nie wieder und sehen mit einem Blick, was zur Neige geht. Füllen Sie offene Tüten in dicht schließende Gläser oder Vorratsdosen um – Mehl, Zucker, Müsli und Nüsse halten darin nicht nur länger frisch, sie sehen im Regal auch ruhiger aus.

Wichtig beim Einsortieren ist das FIFO-Prinzip: First in, first out. Stellen Sie neu Gekauftes immer nach hinten und ziehen Sie das Ältere nach vorn, damit nichts im Dunkeln das MHD überlebt. Genau die luftdichten Gläser sind übrigens auch der beste Schutz gegen den Albtraum jeder Vorratskammer – die Lebensmittelmotte. Sie legt ihre Eier bevorzugt in Mehl, Müsli und Trockenobst, und ein einziger befallener Beutel verseucht im offenen Regal schnell die Nachbarpackungen. Kontrollieren Sie verdächtige Tüten auf feine Gespinste, und wer einmal Motten hatte, hängt vorbeugend eine Pheromonfalle in den Schrank.